Unmittelbar nach dem Bundestag hat am 29.06.2020 der Bundesrat zahlreichen Steuererleichterungen im 2. Corona-Steuerhilfspaket zugestimmt. Neben dem Familienbonus, der Entlastungen für Alleinerziehende und Hilfen für Unternehmen gehört auch die befristete Mehrwertsteuersenkung dazu.

Dabei gibt es einiges zu beachten. Und viele unserer Mandanten stellen sich Fragen wie: Welcher Steuersatz gilt wann? Wie ordnen Sie die Steuersätze zeitlich richtig zu? Welche Spezialfälle sind zu beachten? Oder: Muss die Steuersatzminderung an Kunden weitergegeben werden?

Wir haben für Sie Antworten in einem PDF zusammengefasst. Dieses können Sie hier herunterladen.

Hier die Checkliste als Auszug:

Checkliste zur Umsetzung der Steuersatzänderung:

  • Legen Sie neue Steuerkennzeichen in den betrieblichen Systemen an (z.B. im Buchhaltungsprogramm, ERP-System, Warenwirtschaftssystem).
  • Außerdem sind neue Bilanzkonten zur zutreffenden Abgrenzung von Umsatzsteuer/Vorsteuer anzulegen. Den bisherigen Steuerschlüssel für 19 % bzw. 7 % lediglich zu überschreiben, ist aus Gründen der Nachvollziehbarkeit nicht empfehlenswert.
  • Passen Sie die Einstellungen zur elektronischen Übermittlung der Umsatzsteuer-Voranmeldungen an.
  • Auch betriebliche Kassensysteme müssen Sie auf die neuen Steuersätze anpassen. Insbesondere Kassenbelege müssen die neuen Steuersätze abbilden können. Denken Sie zudem unbedingt an die Rückanpassung ab dem 01.01.2021! (Für Gastronomie zusätzlich zum 01.07.2021)
  • Schulen Sie die mit Rechnungsfreigaben befassten Mitarbeiter.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine steuerrechtliche Beratung. Wir empfehlen Ihnen ggfs. Rücksprache mit uns zu halten

2019 sind in der Steuergesetzgebung wieder wichtige Weichenstellungen erfolgt, die sich entweder schon jetzt oder spätestens ab 2020 sowohl für Unternehmer als auch für Privatpersonen auswirken.
Dabei steht das „Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“, kurz „Jahressteuergesetz 2019“ (JStG), im Fokus. Neben verschiedenen Begünstigungen für die betriebliche Elektromobilität enthält es auch einige Entlastungen im Bereich der Lohnsteuer. Außerdem sind umsatzsteuerliche (Neu-)Regelungen ein wichtiger Bestandteil des JStG und der geplanten EU-Mehrwertsteuerreform. Hier gibt es neben Vereinfachungen (u.a. bei Konsignationslagern) auch Verschärfungen, die Sie im Blick haben sollten. Zudem sorgen der Brexit und verschärfte Anforderungen an Kassensysteme ab 2020 für große Unsicherheit.

Auch für Immobilienbesitzer gibt es Neuerungen, unter anderem das „Gesetz zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus“. Darin enthaltene neue Sonderabschreibungen bieten vor allem privaten Immobilieninvestoren interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Die geplante und umstrittene Grundsteuerreform hält hingegen nicht nur Entlastungen für Immobilienbesitzer bereit. Wir erörtern Ihnen die wichtigsten Punkte hierzu.

Ebenso hat sich 2019 einiges in der Rechtsprechung getan. Es gab eine Vielzahl spannender Urteile, zum Beispiel zur doppelten Haushaltsführung, zu den umsatzsteuerlichen Anforderungen an Rechnungen, zur Fremdüblichkeit von Arbeitsverträgen sowie zur Privatnutzung von Firmenwagen.

Mithilfe des nachfolgenden Überblicks über alle wesentlichen Neuerungen im Steuerrecht möchten wir Sie in die Lage versetzen, auf geänderte Gegebenheiten rechtzeitig zu reagieren und steuerliche Vorteile zu nutzen.

Inhaltsverzeichnis der Mandanteninformation zum Jahresende 2019:

    1. Tipps und Hinweise für Unternehmer
    2. Tipps und Hinweise für GmbH-Gesellschafter und -Geschäftsführer
    3. Tipps und Hinweise für Arbeitgeber und Arbeitnehmer
    4. Tipps und Hinweise für Haus- und Grundbesitzer
    5. Tipps und Hinweise für Kapitalanleger
    6. Tipps und Hinweise für alle Steuerzahler

Bitte beachten Sie: Diese Mandanten-Information kann eine individuelle Beratung nicht ersetzen! Kontaktieren Sie uns deshalb rechtzeitig vor dem Jahreswechsel, falls Sie Fragen – insbesondere zu den hier dargestellten Themen – haben oder Handlungsbedarf sehen. Wir klären dann gerne mit Ihnen gemeinsam, ob und inwieweit Sie von den Änderungen betroffen sind, und zeigen Ihnen mögliche Alternativen auf.